Pilates – was ist das und was braucht man dafür?
Pilates ist eine Bewegungsmethode, die Millionen von Menschen weltweit geholfen hat, ihre körperliche Kraft, Haltung und Konzentration zu verbessern. Obwohl ihre Popularität in den letzten Jahren rasant zugenommen hat, reichen die Ursprünge der Methode über ein Jahrhundert zurück. Die einzigartige Kombination aus kontrollierten Bewegungen, Atmung und Tiefenmuskeltraining macht Pilates zu einer Disziplin, die für nahezu jeden geeignet ist – von Spitzensportlern bis hin zu Rehabilitationspatienten.
Was ist Pilates?
Die Methode wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Joseph Pilates entwickelt. Er nannte sein System ursprünglich „Contrology“, was die vollständige Kontrolle der Muskeln durch den Geist beschreibt. Grundlage dieser Trainingsmethode ist die Stärkung des sogenannten „Powerhouse“, der Körpermitte. Dazu gehören nicht nur die Bauchmuskeln, sondern auch der untere Rücken, das Becken und das Gesäß.
Anders als beim traditionellen Krafttraining, das oft große Muskelgruppen isoliert trainiert, konzentriert sich diese Methode auf die tiefer liegenden Muskeln. Diese Muskeln stützen die Wirbelsäule und sorgen für Stabilität. Eine Trainingseinheit besteht aus fließenden, präzisen Bewegungen, die mit hoher Konzentration ausgeführt werden. Dadurch entsteht eine starke Verbindung zwischen Körper und Geist. Die sechs Grundprinzipien – Konzentration, Kontrolle, Zentrierung, Präzision, Atmung und fließende Bewegungen – bilden den roten Faden jeder Übung.
Die Vorteile von Pilates
Regelmäßiges Training dieser Disziplin bietet vielfältige Vorteile für die körperliche und geistige Gesundheit. Da der Fokus auf der korrekten Körperhaltung liegt, ist sie eine hervorragende Möglichkeit, körperlichen Beschwerden vorzubeugen oder sie zu lindern. Pilates wurde speziell für diesen Zweck entwickelt ReformerMit dieser Methode können Sie Ihren Körper sowohl im Studio als auch zu Hause trainieren, um Beschwerden zu reduzieren und stärker zu werden.
Einer der auffälligsten Vorteile ist die verbesserte Körperhaltung. Viele Menschen leiden aufgrund von sitzender Tätigkeit unter einer gebeugten Haltung oder Rückenschmerzen. Die Übungen strecken die Wirbelsäule und stärken die Muskeln, die für eine aufrechte Haltung verantwortlich sind, sodass Sie buchstäblich aufrechter gehen können. Darüber hinaus wird die Flexibilität erhöht, ohne dass Muskelmasse abgebaut wird, was zu funktioneller Beweglichkeit führt.
Mental wirkt die Konzentration auf die Atmung stressreduzierend. Da jede Bewegung volle Aufmerksamkeit erfordert, fungiert eine solche Einheit oft als eine Art bewegte Meditation. Dies hilft, den Kopf frei zu bekommen und sich besser mit dem eigenen Körper zu verbinden. Für Sportler ist es ein ideales ergänzendes Training, um das Verletzungsrisiko zu senken, da muskuläre Dysbalancen erkannt und korrigiert werden.
Was benötigt man für Pilates?
Für den Einstieg in die Grundtechniken benötigt man erstaunlich wenig. Die Grundlage wird oft auf einem PilatesmatteEs ist wichtig zu beachten, dass eine Standard-Yogamatte in der Regel zu dünn ist. Für diese Übungen wird eine dickere Matte von mindestens 10 bis 15 Millimetern empfohlen, um Wirbelsäule und Gelenke bei den rollenden Bewegungen auf dem Boden ausreichend zu polstern.
Was die Kleidung betrifft, empfiehlt sich bequeme, eng anliegende Kleidung. Dies verbessert nicht nur Ihre Bewegungsfreiheit, sondern ermöglicht es dem Trainer auch, Ihre Haltung und Ausrichtung genau zu beobachten. Viele Teilnehmer tragen spezielle Trainingskleidung Anti-Rutsch-SockenSie bieten zusätzlichen Halt auf der Matte oder den Geräten, was für Sicherheit und Stabilität bei anspruchsvollen Posen unerlässlich ist.
Neben der Matte können verschiedene Hilfsmittel, auch Requisiten genannt, das Training intensiver oder zugänglicher gestalten. Denken Sie beispielsweise an einen Ring oder einen kleinen Ball Softball oder Widerstandsbänder. Diese Hilfsmittel fordern Ihre Stabilität und helfen Ihnen, die richtigen Muskelgruppen gezielter anzusprechen. Damit können Sie während des Trainings wirklich jede Muskelgruppe Ihres Körpers beanspruchen!
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Unsere Pilates-Produkte und -Geräte
Bei Yoga-Pilatesshop bieten wir eine breite Palette an Pilates-Produkte Sie unterstützen sowohl Heimanwender als auch professionelle Studios. Für diejenigen, die tiefer in die Materie einsteigen möchten, ist der Wechsel zu professioneller Ausrüstung ein logischer nächster Schritt.
Das bekannteste Trainingsgerät ist zweifellos der Reformer. Dieses Gerät arbeitet mit einer verschiebbaren Plattform und einem Federsystem, das Widerstand erzeugt. Das Training auf einem Reformer bietet einen einzigartigen Widerstand, der auf einer Matte nicht zu erreichen ist und es ermöglicht, Muskeln auf eine andere Art und Weise zu dehnen und zu kräftigen. Für Studios gibt es auch größere Geräte wie den Cadillac und den Tower, die Hunderte von verschiedenen Übungsvarianten ermöglichen. Entdecken Sie unsere Top-Reformer!
Studio Reformers
Für Heimanwender bieten wir eine Auswahl hochwertiger Matten, Faszienrollen zur myofaszialen Entspannung und verschiedener Balancekissen. Wir wählen unsere Produkte nach Langlebigkeit und Funktionalität aus, damit Sie sich auf das Material verlassen können, das Ihren Trainingsfortschritt optimal unterstützt. Ob Sie einen Magic Circle für das Training Ihrer Oberschenkelinnenseiten oder eine komplette Studioausstattung suchen – Qualität steht bei uns immer an erster Stelle.
Verschiedene Pilates-Übungen
Es stehen Hunderte von Übungen zur Verfügung, von der klassischen Joseph-Pilates-Serie bis hin zu modernen Variationen. Im Folgenden stellen wir einige grundlegende Übungen vor, die den Kern der Methode abdecken.
- „The Hundred“ ist wohl die bekannteste Übung. Sie dient als dynamisches Aufwärmtraining für die Bauchmuskulatur und fördert die Durchblutung. Man liegt auf dem Rücken, hebt Beine und Oberkörper leicht an und bewegt die Arme kreisend, während man kontrolliert atmet. Wichtig ist dabei, den Oberkörper stabil zu halten.
- Das „Roll-up“ ist eine hervorragende Übung zur Verbesserung der Beweglichkeit der Wirbelsäule. Anstatt sich schnell aufzurichten, rollt man bei dieser Übung Wirbel für Wirbel auf und ab. Sie erfordert eine starke Kontrolle der tiefen Bauchmuskulatur und trägt zur Lockerung des Rückens bei.
- Für die Rückenmuskulatur ist die „Schwimmübung“ eine gängige Übung. Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie einen Arm und ein Bein diagonal an. Diese Übung stärkt die Rückenstrecker, die Gesäßmuskulatur und die hintere Oberschenkelmuskulatur – allesamt wichtige Faktoren für einen gesunden Rücken.
Häufig gestellte Fragen zu Pilates
Wir verstehen, dass Sie möglicherweise noch viele Fragen zu Pilates haben. Deshalb haben wir die meisten Fragen bereits beantwortet. Haben Sie weitere Fragen zu dieser wunderbaren Sportart oder zu unseren Produkten? Kontaktieren Sie uns gerne über [email protected]!
Ist Pilates gut zum Abnehmen?
Pilates liegt zwar nicht primär auf Ausdauertraining, doch der Aufbau von Muskelmasse trägt zu einem höheren Stoffwechsel bei. Darüber hinaus führen eine verbesserte Körperhaltung und eine straffere Muskulatur zu einer schlankeren und gestreckteren Silhouette. Daher kann Pilates definitiv helfen, wenn Sie abnehmen möchten.
Wie oft sollte ich trainieren, um Ergebnisse zu erzielen?
Joseph Pilates sagte einmal, dass man nach zehn Trainingseinheiten den Unterschied spürt, nach zwanzig den Unterschied sieht und nach dreißig den Körper wie neu geboren hat. Im Durchschnitt sind zwei bis drei Einheiten pro Woche ideal, um strukturelle Veränderungen in Kraft und Haltung zu erzielen.
Ist Pilates geeignet, wenn man Rückenprobleme hat?
Ja, vorausgesetzt, die Übung wird unter fachkundiger Anleitung durchgeführt. Da der Fokus auf der Stärkung der stützenden Muskulatur der Wirbelsäule liegt, kann sie chronische Rückenschmerzen deutlich lindern. Bei akuten Verletzungen sollten Sie jedoch immer zuerst einen Physiotherapeuten oder Arzt konsultieren.
Benötige ich teure Ausrüstung, um anzufangen?
Ganz sicher nicht. Die meisten beginnen mit Übungen auf der Matte. Geräte wie der Reformer sind eine wertvolle Ergänzung für zusätzlichen Widerstand und Abwechslung, aber die Grundprinzipien lassen sich auch ohne große Geräte hervorragend erlernen.
Wann sollte man nach der Geburt Pilates machen?
Sie können in der Regel schon bald nach der Geburt mit Pilates-Übungen beginnen. Ab der ersten Woche können Sie Ihr Pilates-Training schrittweise steigern. Um mögliche gesundheitliche Risiken zu minimieren, sollten Sie vor Beginn der Pilates-Übungen direkt nach der Geburt Ihren Arzt (oder einen anderen Spezialisten) konsultieren.
Wer hat Pilates erfunden?
Der Begründer der Pilates-Methode ist Joseph Pilates (1883–1967). Der Deutsche entwickelte zu Lebzeiten ein Übungssystem, das er „Contrology“ nannte. Der Name „Pilates“ wurde erst nach seinem Tod zur allgemeinen Bezeichnung für seine Methode. Seine Motivation für die Entwicklung dieser Methode lag in seiner eigenen Gesundheit. Als Kind war er sehr schwächlich und litt unter Asthma, Rhinitis und rheumatischem Fieber. Er war entschlossen, seinen körperlichen Zustand zu verbessern und vertiefte sich in westliche und östliche Bewegungsformen, darunter Yoga, Gymnastik, Boxen und sogar Tierbewegungen.
Welche Pilates-Übungen gibt es?
Es gibt buchstäblich Hunderte verschiedener Pilates-Übungen Das Spektrum reicht von klassischen Mattenübungen bis hin zu komplexen Bewegungsabläufen an Geräten wie dem Reformer. Zu den gängigen Übungen gehören:
- Die Hundert: Eine dynamische Aufwärmübung, bei der Sie auf dem Rücken liegen und die Beine in der Luft anheben (im Vierfüßlerstand oder ausgestreckt). Während Sie den Oberkörper leicht beugen, bewegen Sie die Arme kräftig auf und ab, während Sie tief ein- und ausatmen. Dies regt die Durchblutung an und aktiviert die Bauchmuskulatur.
- Der Roll-Up: Eine langsame, kontrollierte Bewegung, bei der man sich aus der Rückenlage Wirbel für Wirbel aufrollt, bis man die Zehenspitzen erreicht, und sich dann kontrolliert wieder abrollt. Diese Übung ist deutlich anspruchsvoller als ein normaler Sit-up, da sie maximale Kontrolle erfordert.
- Einbeinige Dehnung: Legen Sie sich auf den Rücken, Kopf und Schultern vom Boden abgehoben. Ziehen Sie ein Knie zur Brust, während das andere Bein knapp über dem Boden schwebt. Diese Übung trainiert die Koordination und die tiefliegende Bauchmuskulatur.
- Der Plank: Bei der Pilates-Variante liegt der Fokus besonders auf der Ausrichtung der Schulterblätter und dem Einziehen des Bauchnabels, um den unteren Rücken zu schützen.
Der Schwan: Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie den Oberkörper kontrolliert von der Matte ab, indem Sie sich mit den Händen abstützen (oder auch loslassen). Diese Übung stärkt die Rückenstrecker und verbessert die Körperhaltung.
Schwimmen: Legen Sie sich auf den Bauch und heben Sie den linken Arm und das rechte Bein diagonal nach oben. Führen Sie die Bewegung anschließend in einer schnellen, aber kontrollierten Schwimmbewegung in die entgegengesetzte Richtung aus. Dadurch wird die gesamte Rückenmuskulatur trainiert.
Schulterbrücke: Legen Sie sich auf den Rücken, beugen Sie die Knie und heben Sie Ihr Becken Wirbel für Wirbel an. Dies ist eine hervorragende Übung für die Gesäßmuskulatur und die Beweglichkeit der Wirbelsäule.








